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Fragen und Antworten



Selbstbefragung

Hier können Sie selbst entscheiden.
Können Sie 5x „ja“ sagen?
• Sind Sie gern häufig mit anderen Menschen zusammen?
• Sind Sie für neue Lebensformen offen und bereit, sich den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen?
• Sind Sie bereit, diesen neuen Lebensabschnitt in der Gemeinschaft aktiv mitzugestalten?
• Sind Sie bereit, Personen mit anderen Lebensweisen mit Toleranz und Respekt zu begegnen?
• Sind Sie bereit, sich für die Ziele des Wohnprojektes zu engagieren (im individuell möglichen Rahmen)?

Sie können diese fünf Fragen bejahen? Wunderbar. Dann sind Sie für diese Wohnform geeignet und sollten uns kontaktieren.



ALLGEMEIN:
Wie viele Anteile muß ich zeichnen, um Mitglied zu werden?
3 Anteile zu 500 €. Dies sind die Pflichtanteile.

Muss ich Eigenkapital einbringen?

Wenn Sie eine Wohnung mieten wollen (im Gegensatz zum Erwerb des Dauerwohnrechts), dann ja. Pro qm Mietfläche muss ein Betrag von € 200,- eingebracht werden. Und zwar in Form von weiteren Anteilen, den so genannten Wohnungsanteilen.

z.B. 2- Zi. Wohnung 50 qm a. € 200,- = € 10.000,- = 20 zusätzliche Wohnungsanteile

 

Was ist, wenn ich das erforderliche Eigenkapital nicht habe?
Für diesen Fall wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein spezielles Förderprogramm aufgelegt.

Was gibt es sonst noch für Nutzungsmöglichkeiten?

Sie können das sogenannte Dauerwohnrecht (s. Begriffserläuterung oben) erwerben. Auch hier müssen Sie Mitglied unserer Genossenschaft werden, aber keine Wohnungsanteile zeichnen.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit sich an den Baukosten eines Projektes in beliebiger Höhe zu beteiligen. Dieser so genannte Baukostenzuschuss dient der Genossenschaft als Ersatz für sonst erforderliche Bankkredite und wird dem Geldgeber entsprechend vergütet. Die Vergütung wird in Höhe des von der Genossenschaft eingesparten Kapitaldienstes erfolgen und mit der Miete verrechnet, sofern gewünscht.

Zu welchen Konditionen können meine Anteile gekündigt werden?
Ihre Anteile sind frei verfügbar. Das heißt Sie können diese übertragen, vererben oder kündigen. Die Modalitäten sind im Statut geregelt.

Wie viele Anteile dürfen maximal gezeichnet werden?
Es dürfen maximal 400 Anteile gezeichnet werden.

Hat derjenige, der 400 Anteile gezeichnet hat mehr Stimmrecht als ein Mitglied, das nur die 3 Pflichtanteile gezeichnet hat?
Wir sind eine demokratische Genossenschaft. Jedes Mitglied der Genossenschaft hat eine Stimme, unabhängig der gezeichneten Anteile.

Wie hoch ist der zu erwartende Mietpreis?

Der Mietpreis wird sich im ortsüblichen Rahmen (s. Mietpreisspiegel) bewegen. Bedenken Sie aber, dass die zu erwartenden Mietpreissteigerungen aller Voraussicht nach deutlich unter denen des freien Marktes sein werden. Die Mieter genießen einen sehr hohen Kündigungsschutz, Eigenbedarf wird die Genossenschaft nie geltend machen.

 

Ist eine aktive Beteiligung an den Versorgungsleistungen Voraussetzung für die Mitgliedschaft?
Nein. Allerdings ist der Erfolg unseres Wohnkonzeptes ganz wesentlich davon abhängig, daß Sie sich gerne mit anderen Menschen austauschen und bereit sind sich bei Bedarf aktiv in die Hausgemeinschaft einzubringen. Insofern sollten Sie von einer Mitgliedschaft Abstand nehmen, wenn Sie am liebsten alleine und zurückgezogen leben möchten.

Habe ich denn die Möglichkeit mich bei Bedarf zurückzuziehen?
Selbstverständlich! Jede Wohnung ist in sich abgeschlossen und es gibt keine verpflichtende Teilnahme an Gemeinschaftsveranstaltungen.

Was ist denn eigentlich das Besondere an dieser Wohnform?

Es gibt 2 Besonderheiten dieser Wohnform: Zum einen werden Senioren und Alleinerziehende bei der Belegung bevorzugt, zum anderen werden wir einen selbst organisierten Versorgungsverbund anbieten (siehe unten - Versorgungsverbund bzw. „Nürnberger Weg“). 


Wer entscheidet über den Eintritt in die Genossenschaft?
Der Vorstand.

Wer entscheidet über die Vergabe der einzelnen Wohnungen?
Der Vorstand.

Was heißt eigentlich Versorgungsverbund?

Ziel des Versorgungsverbundes ist es, dass möglichst viele der ggf. erforderlichen Unterstützungsleistungen (Hauswirtschaft, Besorgungen, Betreuung ...) durch gegenseitige Unterstützung der Bewohner (z.B. über eine Tauschbörse) intern erbracht werden. Können die nachgefragten Dienstleistungen nicht von den Bewohnern selbst geleistet werden, werden sie von Anbietern der lokalen Wirtschaft kostengünstig eingekauft. Im Ergebnis soll unseren Bewohnern der Gesamtbedarf aller gewünschten Dienstleistungen angeboten werden.

 

Welche Gemeinschaftseinrichtungen werden von der Genossenschaft angeboten?

Unser Haus verfügt über einen von allen Bewohnern jederzeit kostenlos nutzbaren Gemeinschaftsraum mit Teeküche. Darüber hinaus bieten wir im Haus einen voll ausgestatteten Waschraum (Waschmaschinen, Wäschetrockner) an. Auf dem Grundstück befinden sich ein Kinderspielplatz und ein Gemeinschaftsgarten.


Können diese Gemeinschaftseinrichtungen auch von nicht im Objekt „Neubleiche“ wohnenden Mitgliedern genutzt werden?

Da muss man differenzieren. So weit es sich um Nutzungen handelt, die über Umlagen oder Wohn-Nebenkosten refinanziert werden: Nein. Für Veranstaltungen der Genossenschaft: Selbstverständlich.

 

Plant die Genossenschaft weitere Objekte dieser Art zu realisieren?
Wir haben bereits Vormerkungen von Mitgliedern, die später einmal einziehen wollen. Konkrete Projekte sind aber noch nicht geplant.

Treffen sich die bisherigen Mitglieder und Interessenten bereits jetzt regelmäßig um sich kennen zu lernen?
Seit dem Bezug des Hauses treffen sich unsere Mitglieder zu regelmäßigen Bewohnerinnen treffen. Für Interessierte ist die Wideraufnahme der sogenannten „Wohntische“ geplant, um sich kennen zu lernen, gegenseitig auszutauschen, Erfahrungen zu sammeln und sich gegenseitig zu informieren.

Kann ich mich aktiv an der weiteren Projektarbeit beteiligen und dadurch meine Ideen und Erfahrungen einbringen?
Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie mit uns einen Termin.

Wo in Nürnberg wird das erste derartige Projekt realisiert?
Am Karl-Bröger-Platz in der Nürnberger Südstadt direkt an den kleinen Südstadtpark angrenzend.

Ist die Haustierhaltung gestattet?
Ja

SENIOR:
Ab welchem Alter gelte ich als Senior?
Wir wollen uns hier ausdrücklich nicht auf eine Zahl festlegen. Entscheidend ist für uns, ob Sie die Fragen unserer Selbstbefragung mit "ja" beantworten können und mit den bisherigen Bewohnern harmonieren.

Was passiert im Sterbefall mit meinem Geschäftsguthaben?
Ihr Geschäftsguthaben wird an Ihre Erben ausgezahlt.

Was passiert, wenn ich pflegebedürftig werde? Muss ich dann ausziehen?
Unser Haus wird grundsätzlich barrierefrei bzw. in Teilen rollstuhlgerecht gebaut und verfügt über 2 Fahrstühle. D.h. Sie werden jeden Raum auch mit Rollstuhl erreichen. Durch den von der Hausgemeinschaft selbst organisierten Versorgungsverbund stehen Ihnen vielfältige Unterstützungsleistungen zur Verfügung. Professionelle Krankenpflege kann u.U. intern, in jedem Falle aber durch externe Gesundheitsdienstleister angeboten werden. Ein Auszug wegen Pflegebedürftigkeit ist selbstverständlich nicht erforderlich. 


ALLEINERZIEHENDE:

Kann mein Kind auch nach den Öffnungszeiten der Kita betreut werden?

Hierfür bieten wir nicht nur geeignete Räume an, sondern dies ist fester Bestandteil unseres Versorgungsverbundes. Die Betreuung erfolgt entweder durch andere Alleinerziehende (z.B. in der Gruppe) oder durch unsere Senioren.

Was passiert, wenn ich als Alleinerziehende einen neuen Partner habe oder mein Kind erwachsen wird und meinen Haushalt verlässt? Muss ich dann ausziehen?

Unsere Wohnform ist zielgerichtet konzipiert, die Belange von Senioren und Alleinerziehenden zu berücksichtigen. Von daher wurde im Statut ein angemessener Zeitraum von 2 Jahren festgelegt, innerhalb diesem die Wohnung dann einer allein erziehenden Person zur Verfügung gestellt werden muss.